One-Page-Checkout – Checkout-Statistik und Fehlerprotokoll
Auf dieser Seite
- Checkout-Statistik
- Auswertungen im Tab „Checkout-Statistik" (Zeitraum 7, 30 oder 90 Tage)
- Grenzen der Checkout-Statistik
- Fehlerprotokoll und Sofortmeldungen
- Zahlungsabgleich
- Tab „Fehlerprotokoll"
- Diagnosespur aus dem Browser (nur zur Fehlersuche)
- Hinweise zum Betrieb
- Einstellungen (Tab „Einstellungen" → Gruppe „Fehlerprotokoll-Einstellungen")
Dieser Artikel beschreibt die Admin-Tabs „Checkout-Statistik" und „Fehlerprotokoll" sowie die zugehörige Einstellungsgruppe „Fehlerprotokoll-Einstellungen". Die Einstellungen zum Ein- und Ausschalten der Checkout-Statistik selbst liegen technisch in der Gruppe „Plugin-Einstellungen" (Artikel „Darstellung und Zahlungsarten").
Checkout-Statistik
Die Warenkorb-Erinnerung erfasst nur Kunden, die der Einwilligung zustimmen – für eine Abbruch-Statistik eine zu kleine Stichprobe. Die Checkout-Statistik schließt diese Lücke: Sie zeichnet, sofern die Einstellung „Checkout-Statistik aufzeichnen" aktiv ist, jeden Checkout auf, ohne Kontaktdaten und ohne Einwilligung. Standardmäßig ist die Aufzeichnung eingeschaltet.
Erfasst werden Warenwert, Artikel mit Menge und Einzelpreis, gewählte Versand- und Zahlungsart, der erreichte Schritt, Gerätetyp, Sprache, Kundengruppe und ob aus dem Checkout eine Bestellung wurde. Nicht gespeichert werden: E-Mail-Adresse, Name, Anschrift, Kundennummer oder IP-Adresse. Jede Zeile trägt nur eine Zufallskennung, die den Checkout mit einer späteren Bestellung verknüpft.
Aufrufzeitpunkt und Bestellzeitpunkt werden auf die volle Stunde gerundet; Beginn des Checkouts und letzte Aktivität dagegen sekundengenau, weil sich sonst die Verweildauer nicht messen ließe. Daraus folgt eine Einschränkung: Bei einer Zeile, aus der eine Bestellung wurde, entspricht die letzte Aktivität praktisch dem Bestellzeitpunkt; zusammen mit Warenwert und Artikelliste lässt sich eine solche Zeile daher im Regelfall der zugehörigen Bestellung und damit mittelbar einer Person zuordnen. Die Daten sind pseudonym, nicht anonym. Rechtsgrundlage ist das berechtigte Interesse an der Analyse und Verbesserung des Bestellvorgangs (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO); eine Einwilligung ist nicht erforderlich, da die Daten nicht für Werbung oder Profilbildung genutzt werden. Ergänzen Sie dennoch einen entsprechenden Absatz in Ihrer Datenschutzerklärung und halten Sie die Aufbewahrung kurz.
Auswertungen im Tab „Checkout-Statistik" (Zeitraum 7, 30 oder 90 Tage)
- Abschlussquote (Bestellungen je Checkout-Aufruf) mit statistischem Vertrauensbereich, je Woche.
- Ein Vorher-Nachher-Vergleich auf Basis der Shop-Besucherzahlen: Ein täglicher Cronjob sichert Besucherzahlen (ohne erkannte Bots) und Bestellungen je Tag; der Vergleich wird nur ausgewiesen, wenn beide Zeiträume mindestens 28 Tage und 100 Bestellungen umfassen, mit dem Hinweis, dass auch Besucherzahl, Saison und Werbung den Unterschied erklären können.
- Abbruchquote je erreichtem Schritt, je Gerätetyp und je Zahlungsart, jeweils mit durchschnittlichem Warenwert.
- Verweildauer im Checkout, getrennt nach abgeschlossenen und abgebrochenen Bestellungen, mit Durchschnitt, kürzestem und längstem Fall sowie einer Verteilung in fünf Zeitfenster (unter 30 Sekunden, 30 Sekunden bis 2 Minuten, 2 bis 5, 5 bis 15, über 15 Minuten). Gemessen wird bis zur letzten Handlung des Kunden, nicht bis zum Schließen des Browserfensters.
- Die 100 jüngsten Abbrüche im Einzelnen: Beginn, Dauer, erreichter Schritt, gewählte Versand- und Zahlungsart, Anzahl Positionen, Warenwert und Geräteart.
- Die am häufigsten liegengebliebenen Artikel (ausgewertet werden die letzten 5.000 Abbrüche des gewählten Zeitraums) und ein Tagesverlauf.
Grenzen der Checkout-Statistik
- Bestellungen über den PayPal-Express-Button aus dem Warenkorb durchlaufen den Schnell-Checkout nicht und erscheinen daher weder als Checkout noch als Abbruch.
- Die Aufbewahrung der Einzelzeilen ist über die Einstellung „Checkout-Statistik: Aufbewahrung der Einzelzeilen" begrenzt (Standard 90, höchstens 1095 Tage); danach verbleiben nur zu Tageswerten verdichtete Zahlen, die dauerhaft erhalten bleiben.
Fehlerprotokoll und Sofortmeldungen
Scheitert ein Bestellversuch, hält das Plugin die technischen Begleitumstände fest: Zeitpunkt, betroffener Bereich, Fehlermeldung, gewählte Zahlungsart, Shop-, PHP- und Plugin-Version, Sprache, Währung sowie Geräteart. Personenbezogene Angaben werden vor dem Speichern automatisch entfernt: E-Mail-Adressen, IBANs, Kartennummern, Telefonnummern, IP-Adressen, Umsatzsteuer-Identifikationsnummern, Datumsangaben, Zugriffs-Token sowie benannte Namens- und Anschriftsfelder werden durch Platzhalter ersetzt. Ein Teil der Fehlermeldungen stammt aus Fremdsystemen wie PayPal, Klarna oder Mollie und ist im Wortlaut nicht vollständig vorhersehbar; ein Restrisiko einzelner personenbezogener Angaben lässt sich deshalb nicht völlig ausschließen. Behandeln Sie den Bericht wie ein internes Protokoll.
Das Protokoll unterscheidet Fehler (echte technische Probleme), Hinweise (Normalzustände wie eine für den Warenkorb nicht verfügbare Zahlungsart) und Abweisungen wegen des Kunden (z. B. nicht angehakte Pflicht-Checkbox, abgebrochenes PayPal-Fenster, abgelehnte Kartenzahlung). Diese drei Kategorien werden getrennt gezählt und ausgewiesen, damit Hinweise und normale Kundenabbrüche echte Fehler nicht verdecken.
Der Checkout vermerkt zusätzlich jeden Klick auf den Bestell-Button als eigenen Bestellversuch und verfolgt ihn bis zum Ergebnis – etwa eine im Browser angezeigte Ablehnung, eine serverseitige Ausnahme, eine Rückkehr ohne Bestellung, eine erfolgreich angelegte Bestellung oder eine nachträglich gescheiterte Zahlung. So lässt sich erkennen, wenn Bestellungen ausbleiben, ohne dass ein klassischer Fehler gemeldet wird.
Neue technische Fehler werden direkt nach dem Speichern per E-Mail an den Plugin-Hersteller gesendet (feste Empfängeradresse, im Backend nicht änderbar). Hinweise und normale Eingabevalidierungen lösen keine Mail aus. Höchstens 50 Versandversuche sind pro Kalendertag und Shop erlaubt, einschließlich Update-Fehlern.
Zahlungsabgleich
Der Bericht und der Tab „Fehlerprotokoll" gleichen alle Bestellungen des gewählten Zeitraums – über alle Bestellwege, nicht nur den One-Page-Checkout – mit den im Shop verbuchten Zahlungseingängen ab. Je Zahlungsart werden Bestellungen mit und ohne Zahlungseingang, binnen 60 Minuten bezahlte Bestellungen sowie stornierte Bestellungen gegenübergestellt, dazu ein Vergleichswert der vorangegangenen 30 Tage. Darunter stehen bis zu 50 auffällige Bestellungen (storniert, vom Zahlungsplugin als unbestätigt markiert oder auffällig lange ohne Zahlungseingang), stets ohne die JTL-eigenen Zahlungsarten Vorkasse, Rechnung und Nachnahme.
Tab „Fehlerprotokoll"
Zeigt im gewählten Zeitraum (heute/gestern, 7, 30 oder 90 Tage, optional nach Bereich gefiltert) die Bilanz der Bestellversuche, den Zahlungsabgleich samt Vergleich zu den 30 Tagen davor, die häufigsten Fälle, die Verteilung pro Tag sowie die Einzelmeldungen mit aufklappbarem technischem Kontext. Zu jedem Tag lässt sich ein vollständiger Bericht sofort erzeugen und herunterladen. Der Button „Protokoll leeren" entfernt das gesamte Protokoll samt Bestellversuchen und erzeugten Berichtsdateien.
Diagnosespur aus dem Browser (nur zur Fehlersuche)
Für die Fehlersuche im Kartenzahlungs-Schritt lässt sich zusätzlich die Einstellung „Diagnosespur aus dem Browser" einschalten (Standard „Aus"). Eingeschaltet hält der Checkout im Browser des Kunden die Abfolge seiner technischen Schritte fest (Aufbau der Kartenfelder, Anforderung und Annahme eines Kartentokens) und schreibt bei einem Kartenfehler die letzten 20 Ereignisse ins Fehlerprotokoll. Kartennummer, Prüfziffer und Karteninhaber werden dabei nicht gelesen. Schalten Sie diese Spur nur auf Bitte des Supports ein und danach wieder aus, da sie im Normalbetrieb das Protokoll mit Einträgen füllt, die niemand braucht.
Hinweise zum Betrieb
- Ist im Shop die PHP-Fehlerausgabe eingeschaltet (
display_errors), zeigt die Plugin-Seite im Backend oben einen Hinweis; Kunden würden sonst bei einem PHP-Fehler eine technische Meldung mit Serverpfaden sehen. Die Ausgabe sollte im Live-Betrieb ausgeschaltet sein. - Läuft der Shop unter nginx statt Apache, greifen
.htaccess-Dateien nicht; ergänzen Sie in diesem Fall serverseitig eine Sperre für das Verzeichnisjtllogs/. Die Fehlerberichte bleiben über den Download-Link im Backend trotzdem erreichbar.
Einstellungen (Tab „Einstellungen" → Gruppe „Fehlerprotokoll-Einstellungen")
| Einstellung | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|
| Fehlerprotokoll aktiv | An | Bei „Aus" wird weder protokolliert noch versendet. Ausnahme: Ein gescheitertes Plugin-Update wird unabhängig davon sofort an den Hersteller gemeldet (nur technische Angaben, keine Kunden- oder Bestelldaten). |
| Frühere Empfängeradresse (nicht mehr verwendet) | bugs@salepix.com |
Ohne Wirkung; Fehlermeldungen gehen inzwischen fest an eine Adresse beim Plugin-Hersteller. Höchstens 50 Versandversuche pro Kalendertag und Shop. |
| Aufbewahrung in Tagen | 30 | Nach dieser Zeit werden protokollierte Fehler, Berichtsdateien und Bestellversuche gelöscht. Mindestens 1 Tag. |
| Diagnosespur aus dem Browser (nur zur Fehlersuche) | Aus | Siehe Abschnitt „Diagnosespur aus dem Browser". Erfordert aktives Fehlerprotokoll. |
| PayPal-Ablaufdiagnose | Aus | Optionale zusätzliche Diagnose zur Fehlersuche bei PayPal-Zahlungsabläufen, ohne PayPal-Order-ID, Token oder Adressen. Nur bei aktivem Fehlerprotokoll. Nur auf Bitte des Supports einschalten. |
Frage nicht beantwortet?
Unser Support hilft Ihnen gerne weiter – bitte nennen Sie Plugin- bzw. Template-Version und Ihre JTL-Shop-Version.